BloomStar EPAR Meter im Testbericht - die richtige Menge Licht für jede Phase

BloomStar ePAR Meter im Test: So finde ich Dimmstufe & Lampenabstand, die wirklich zur Phase passen

Ich mag dimmbare LEDs. Wirklich. Aber ich hab auch gemerkt: Dimmung ohne Messung ist oft einfach nur Raten. Mal sieht alles „okay“ aus, und trotzdem wächst es träge. Mal denkt man, man gibt richtig Gas und plötzlich wirken die Blätter gestresst, werden wellig oder es zeigen sich sichtbare Verbrennungen. Genau an dem Punkt hat mich das BloomStar ePAR Meter abgeholt: Ich wollte nicht mehr nach Gefühl einstellen, sondern so, dass ich pro Phase eine saubere Lichtbasis habe und damit Wachstum und Ertrag nicht dem Zufall überlasse.

Es macht aus „Lampe an und hoffen“ eine wiederholbare Routine: Abstand prüfen → PPFD messen → dimmen → DLI im Blick behalten → fertig.

Was misst das Gerät überhaupt – und warum ist das bei LEDs so praktisch?

Für mich ist das ePAR Meter kein Spielzeug, sondern ein Einstell-Werkzeug. Es macht aus „Lampe an und hoffen“ eine Routine, die ich wiederholen kann: Messen, anpassen, nochmal messen – fertig. Und das Beste: Ich kann damit sowohl die Dimmstufe als auch den Lampenabstand sinnvoll festlegen. Genau diese zwei Stellschrauben entscheiden am Ende, ob eine Pflanze entspannt wächst oder ständig am Limit hängt.

Was misst das Gerät überhaupt – und warum ist das bei LEDs so hilfreich?

Das BloomStar ePAR Meter misst ePAR im Bereich von 400 bis 750 nm. Heißt: Es geht nicht darum, wie hell das Licht für unser Auge wirkt, sondern um den Bereich, den Pflanzen für die Photosynthese wirklich nutzen. Ich hab früher oft mit „wirkt hell genug“ gearbeitet – aber das ist bei LEDs einfach unzuverlässig, weil unterschiedliche Spektren für uns unterschiedlich wirken können, obwohl die Pflanze am Ende mehr oder weniger verwertbares Licht bekommt.

Mit dem ePAR Meter schaue ich stattdessen auf PPFD, also den Momentwert der Photonen, die am Blätterdach ankommen. Und genau das ist für mich der Kern: PPFD sagt mir direkt, ob ich gerade in einem Bereich bin, der zur Phase passt – oder ob ich zu viel bzw. zu wenig gebe.

Mein Setup-Workflow: So stelle ich Dimmstufe und Abstand ein

Ich halte es bewusst einfach, weil es sonst keiner dauerhaft durchzieht. Meine Routine sieht so aus:

Erstens: Ich messe immer auf Pflanzenhöhe, also direkt am Blätterdach. Das ist der Punkt, an dem die Pflanze das Licht tatsächlich abbekommt. Wenn man irgendwo dazwischen oder zu hoch misst, bekommt man Werte, die in der Praxis nicht das widerspiegeln, was oben an den Blättern passiert.

Messonde des BloomStar EPAR Meter auf Höhe des Blätterdachs für eine optimale Lichtmessung

Zweitens: Ich messe nicht nur in der Mitte. Die Mitte ist fast immer am stärksten beleuchtet, also sieht alles schnell super aus – bis man merkt, dass die Ränder hinterherhinken. Deshalb mache ich ein kleines Mini-Mapping: Mitte, dann mehrere Punkte Richtung Rand und Ecken. Mir geht es nicht darum, dass jeder Punkt perfekt gleich ist. Ich will nur vermeiden, dass ich extreme Ausreißer habe. Wenn die Ränder viel zu niedrig sind, bringt es nichts, nur die Mitte zu optimieren.

Drittens: Ich arbeite in zwei Schritten. Ich setze zuerst den Abstand grob so, dass die Ausleuchtung halbwegs gleichmäßig ist. Danach nutze ich die Dimmung für die Feinjustierung. Das hat sich bei mir als der schnellste Weg erwiesen. Abstand beeinflusst eher die Verteilung, Dimmung eher die Gesamtmenge, wenn man das trennt, kommt man schneller zu einem „runden“ Ergebnis.

Viertens: Ich nutze DLI als Plausibilitätscheck, vor allem bei Phasenwechseln oder wenn ich an der Beleuchtungsdauer schraube. PPFD ist der Momentwert. DLI ist das, was über den Tag zusammenkommt. Gerade wenn man die Stunden reduziert oder erhöht, kann man so besser einschätzen, ob man über Dimmung oder Abstand nachjustieren sollte.

Was ich im Alltag wirklich nutze

In der Praxis ist es aber vor allem die Haltefunktion, die ich dauernd benutze: Wert messen, kurz halten, ablesen, weiter zum nächsten Punkt. Das spart Nerven, weil man beim Messen am Blätterdach nicht immer ideal steht.

BloomStar EPAR Meter Display zeigt Beleuchtungsintensität im Homegrow-Setup
Wenn ich mehrere Punkte gemessen habe, schaue ich gern auf Max/Min/Avg. Das hilft mir schnell zu sehen, wie stark die Fläche streut. Und wenn ich verschiedene Setups vergleichen will – zum Beispiel „Dimmstufe X bei 35 cm“ gegen „Dimmstufe X bei 45 cm“ – nutze ich die Log-Funktion oder schreibe mir die Werte direkt in eine Notiz. Ich bin da ganz pragmatisch: Hauptsache ich kann es später nachvollziehen und muss nicht wieder bei null anfangen.

Typische Fehler, die man sich sparen kann

Das Wichtigste ist wirklich die Position der Sonde. Wenn man nicht auf Blätterdach-Höhe misst oder den Sensor irgendwie schräg hält, kommt schnell Unsinn raus. Und wenn das Gerät mal nichts Sinnvolles anzeigt, liegt es in der Praxis meistens daran, dass Sensor oder Kabel nicht richtig sitzen oder die Batterien leer sind. Klingt banal, aber genau diese Kleinigkeiten kosten sonst Zeit, wenn man gerade „eigentlich nur kurz“ messen wollte.

Für wen lohnt sich das BloomStar ePAR Meter?

Wenn du eine dimmbare LED hast oder regelmäßig am Abstand arbeitest, lohnt es sich meiner Meinung nach sehr. Weil du damit die zwei wichtigsten Stellschrauben sauber triffst: Wie viel Licht gebe ich wirklich am Blätterdach – und wie gleichmäßig kommt es über die Fläche an?

Besonders sinnvoll finde ich es, wenn du Phasen bewusst fahren willst: Jungpflanzen und Stecklinge brauchen etwas anderes als die Wachstumsphase, und die Blüte bzw. Fruchtphase ist nochmal ein eigenes Thema. Mit dem ePAR Meter kann ich das Ganze viel kontrollierter machen, statt mich nur auf „sieht gut aus“ zu verlassen.

Mein Fazit

Das BloomStar ePAR Meter bringt bei mir Ruhe ins Setup. Ich stelle die Lampe nicht mehr nach Gefühl ein, sondern nach Messwerten. Dadurch finde ich schneller die passende Dimmstufe und den richtigen Lampenabstand für die jeweilige Phase. Und genau das ist am Ende der Hebel: stabile Entwicklung, weniger Stresszeichen, gleichmäßigere Fläche – und damit in der Summe meist auch bessere Ergebnisse.


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