Umluftventilator kaufen: Welche Bauart passt zu deinem Setup?
Bei Umluft geht es nicht um „maximal Wind“, sondern um gleichmäßige Bewegung der Luft. Ziel ist ein stabiles Mikroklima in der Box: weniger Wärmestau, weniger feuchte Ecken, gleichmäßigeres Blattklima. Genau deshalb sind Clipventilatoren und oszillierende Modelle in Indoor-Setups so beliebt.
Clipventilator: der Klassiker für Growboxen
- Vorteil: nimmt kaum Platz weg, lässt sich direkt an Stangen befestigen
- Best for: kleine bis mittlere Boxen, gezielte Luftführung
- Praxis: lieber seitlich/diagonal blasen lassen statt direkt frontal auf die Pflanzen
Oszillierend / automatische Oszillation: mehr Homogenität, weniger Hotspots
Wenn der Ventilator schwenkt, verteilt sich die Umluft besser im gesamten Zelt. Das kommt besonders größeren Flächen zugute und wirkt natürlicher als ein starrer Luftstrahl.
Boxventilator: breite Luftverteilung für größere Bereiche
Boxventilatoren sind praktisch, wenn du einen breiten Luftteppich willst. Ein Beispiel ist ein Modell mit oszillierendem Gitter, 3 Stufen und zusätzlicher Zeitschaltuhr (bis 120 Minuten) – kann sogar kopfüber aufgehängt werden (modellabhängig).
Wie viele Umluftventilatoren brauchst du?
Als grobe Faustregel funktioniert: lieber 2 sanfte Ventilatoren als 1 Ventilator auf Vollgas. Für Zelte ab etwa 1 m² wird häufig die Nutzung von zwei Ventilatoren empfohlen (z. B. gegenüberliegende Ecken), um die Luft wirklich überall zu bewegen.
- 60×60 / 80×80: meist 1 Clipventilator (sanft eingestellt)
- 100×100: häufig 2 Ventilatoren (gegenüberliegend / versetzt)
- 120×120+: 2–4 Ventilatoren je nach Blätterdichte und Aufbau
Platzierung: so vermeidest du Windbrand
- Höhe: ideal leicht oberhalb der Pflanzenhöhe für gleichmäßige Verteilung
- Winkel: nicht dauerhaft „voll drauf“, lieber über die Spitzen streichen lassen
- Variation: Richtung/Neigung regelmäßig leicht verändern
- Keimlinge/Jungpflanzen: sehr niedrige Stufe wählen, Abstand erhöhen
Warum EC-Motor + geringe Leistungsaufnahme oft ein Upgrade ist
Wenn Umluft 24/7 läuft, zählen Lautstärke, Langlebigkeit und Effizienz. Ein Beispiel ist ein Clipventilator mit automatischer Oszillation, IP44 (für feuchte Umgebungen) und Daten wie bis 535 m³/h Luftstrom bei max. 10 W – ideal, wenn du ein leises, dauerhaftes Setup willst.
FAQ: Umluftventilatoren
Ist „mehr Wind“ immer besser?
Nein. Ziel ist gleichmäßige Umluft. Zu starker, direkter Luftstrahl kann Windbrand verursachen. Besser: sanft, verteilt, ggf. oszillierend.
Clipventilator oder Boxventilator?
Clipventilatoren sind platzsparend und perfekt fürs Zelt. Boxventilatoren sind gut, wenn du breitflächig Luft bewegen willst – oft eher außerhalb oder am Rand des Aufbaus.
Was bringt Umluft in Kombination mit Abluft?
Abluft tauscht Luft aus, Umluft verteilt sie. Zusammen bekommst du deutlich stabilere Bedingungen als mit nur einem der beiden Systeme.
Pro-Tipp: Wenn du Umluft optimierst, lohnt sich fast immer ein Blick auf Abluftventilatoren und Klimaregelung, damit Temperatur und Luftfeuchte wirklich konstant bleiben.